Die Bettdecke - Schlafen ist Klimasache
Am besten schläft es sich zwischen 16° und 18° (haha!) und 45 - 65% relative Luftfeuchtigkeit. Aber Klima kommt nicht nur von außen. Der größere Klimamacher im Bett sind wir selbst. Für das Bettklima müssen wir die Zudecke berücksichtigen. 70% der Wärmeregulierung übernimmt die Zudecke. Die Matratze alleine kann den Klimaausgleich nicht lösen?
Zwei große Faktoren sind wichtig: Größe und Material
Menschen mit einer Körpergröße von über 1,80 m brauchen eine Zudecke länger als 2 Meter. Aber auch Kuschelschläfer, die nur 1.60 groß sind, sich aber gerne einmummeln, dürfen eine längere Bettdecke haben. Und je breiter die Schultern, desto breiter die Zudecke. Faustregel: dreifache Schulterbreite. Auch für füllige Staturen und Kuschelschläfer haben Freude an breiteren Decken.
Das Material spielt bei der Wärmeregulierung eine große Rolle. Es gibt grob gesagt drei verschiedene Wärmetypen:
- Hitzer: das sind Menschen, die nachts von innerer Wärme bis starker Hitze erfüllt sind
- Frierer: Frostbeulen mit ständig kalten Füßen
- Schwitzer: schwitzen unter der Bettdecke, kühlen durch den kalten Schweiß aus und werden davon wach
Dabei kann man nicht jeden Schläfer immer eindeutig zuordnen.
Das Material der Zudecke reguliert die Wärme im Bett. Aber kein Material kann das Außenklima mit deinem Wärmetyp in Einklang bringen. Du solltest daher mindestens zwei Zudecken haben, eine für Sommer und eine für Winter. So halten sich die Zudecken auch länger. Bei ständiger Nutzung hält sich die Zudeckenqualität bis zu 9 Jahre lang stabil.
Hitzer wählen am besten eine synthetische Faser: leicht, aber wärmeregulierend. Achte auf die Qualität, zu günstige Faserdecken haben Schwierigkeiten mit der Feuchteregulierung. Zur Zeit sind Faserdecken aus nachwachsenden Rohstoffen im Trend. Diese Faser unterstützt Hitzer bei der Wärmeregulierung. Diese Decke ist leicht und lässt sich gut reinigen. Preislich liegen diese Decken zwischen 70,- und 400,- Euro, gerne auch darüber. Die Qualität ist wirklich wichtig, es gibt gutes Plastik und schlechtes Plastik.
Frierer sollten sich an Daunendecken halten. Sie sind leicht und nehmen Feuchtigkeit auf. Je höher der Daunenanteil (diese Füllungen sind immer Mischungen), desto wärmer. Mit einem feinen, anschmiegsamen Bezug sind sie optimal für Frierer und auch Kuscheltypen. Die Hülle und die Zudecke sollte immer zur Füllung passen. Insbesondere sollte der Bezug nicht zu schwer sein. Wenn die Decke eh schon schwer ist, macht ein schwerer Bezug wenig Sinn. Das macht auch immer einen Preisunterschied aus. Vegane Alternativen zu Daunendecken sind aus Bambus, Mais oder Eukalyptus.
Schwitzer sollten eine Naturhaardecke nehmen, Tierhaar kann Feuchtigkeit einfach besser aufnehmen. Schurwolle, Kaschmir und Kamelhaar sind optimal. Naturhaare können 40% ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich klamm anzufühlen. Naturhaarkissen können sich flachlegen und das kann sich auf die Feuchtigkeitsregulierung auswirken. Bei der Zudecke ist dieser Faktor nicht so kritisch. Außerdem wirken diese Decken beruhigend auf Gelenkbeschwerden.